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Sicher kennt ihr das Bild vom Autor, der vor einem leeren Blatt oder vielmehr vor einem weißen Bildschirm mit einem beharrlich blinkenden Cursor sitzt. Der sonst so kreative Kopf, dem, wenn es drauf ankommt, einfach nichts einfallen will. Der stundenlang auf seinem Stuhl hockt und irgendwann entnervt den Stift aufs Papier wirft oder den Laptop zuklappt und den Glauben an seine Schreibkunst mehr und mehr verliert.

Da so ziemlich jedes schreibratgebende Medium, das ich in den letzten Monaten konsumiert habe, vermittelt, dass man einfach drauflosschreiben soll, vermute oder hoffe ich, dass die meisten Autoren mit diesem Problem inzwischen gut zurechtkommen. Löschen kann man schließlich immer noch. Und ändern. Und korrigieren. Psychologisch wichtig ist es, erstmal überhaupt etwas aufs (virtuelle) Papier zu bringen.

Das stimmt. Dagegen will ich überhaupt nichts sagen. Ich vermute, dass es kaum ein Buch gibt, dessen Anfang sofort in Stein gemeißelt wurde. Ich vermute auch, dass die meisten Autoren beim Sichten des Erstentwurfs verschreckt oder zumindest peinlich berührt, die ersten Zeilen ihres Buches lesen – und löschen. Vielleicht auch nicht. Vielleicht sind sie auch überwältigt, weil sie sich so eine Wortgewandtheit gar nicht zugetraut hätten. Manche fühlen sich bestimmt auch bestätigt, weil sie einfach wissen, dass sie gute Schreiberlinge sind.

Mir ging es nicht so. Ich habe dem ursprünglichen Anfang sogar ein anderes Kapitel vorangestellt – nachdem ich es von links auf rechts gedreht hatte, das ursprüngliche und das neue. Leider hat das aber nicht bedeutet, dass der Anfang dann auch gefunden war. Diese ersten Worte, Zeilen und Sätze müssen so viele Anforderungen erfüllen, den Leser packen, eine Stimmung und Erwartungshaltung und die Gier nach mehr aufbauen. Ständig schwebt vor meinem inneren Auge wie die kunstvoll mit Canva erstellte Schrift auf einem Instagram-Foto die Frage: „Ist das überhaupt möglich?“. Aber natürlich ist es das. Ich habe hunderte Bücher gelesen, die einen tollen Anfang hatten. Zumindest einen, der mich in seinen Bann gezogen hat.

Andererseits habe ich aber auch einige gelesen, die dies über die ersten hundert Seiten nicht geschafft haben. Das ist wohl auch meine unterschwellige Angst. Als diejenige, die das Buch geschrieben hat, möchte ich, dass der Leser vom ersten Moment an weiß, wie toll dieses Buch ist. Das klingt unglaublich arrogant, aber ich wollte auch nicht ‚glaubt‘ schreiben. Und wenn wir ehrlich sind, wollen wir doch alle genau das. Zumindest ich will euch Leser unterhalten. Ich möchte, dass ihr ein tolles Buch lest, mit dem ihr nicht eure Zeit verschwendet, sondern mit dem ihr euch gut fühlt. Ein Buch, das euer Herz erwärmt oder andere Gefühle weckt. Und das von Anfang an.

Und diesen Anfang zu finden ist einfach viel schwerer, als mit der Arbeit an einem Buch überhaupt erst einmal zu beginnen. Warum gibt es dazu denn nicht dutzende Podcasts? ‚Wie überarbeite und gestalte ich den Anfang eines Romans?‘.

Aber ich arbeite daran. Und ich hoffe inständig, dass diese Aufgabe, wie alle anderen auch, mit der Zeit leichter wird.
Wie denkt ihr über Buchanfänge? Leseratten, was sind eure Ansprüche, wenn ihr die erste Seite eines Buches lest? Was erwartet ihr? Und liebe Autoren, wie schreibt ihr eure Anfänge? Worauf achtet ihr? Was ist euch wichtig? Ich bin gespannt, was ihr dazu zu sagen habt (hier oder auf IG).

Eure Andrea

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