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BLOG-BEiTRÄGE

Im Interview mit Sandy Mercier haben wir über 99 Cent Bücher gesprochen. Das ist ein Thema, was immer wieder zwischen den Autoren, mit denen ich Kontakt habe, hochkocht. Die einen sind der Meinung, dass es gar keine 99 Cent Bücher geben dürfte, weil sie glauben, dass den Büchern dadurch nicht der Wert zugestanden wird, den sie haben. Die anderen glauben, dass es ohne 99 Cent Bücher für unabhängige Autoren sehr schwierig ist, sich im Markt zu behaupten, Sichtbarkeit zu erlangen und Leser zu finden.

Ich finde dieses Thema unfassbar schwierig, denn natürlich hat ein Buch, hat eine Geschichte einen höheren Stellenwert als eine Tafel Schokolade oder eine Packung Kaugummis. Die Frage ist aber, ob man wirklich über den Kaufwert des Buches den Wert der Arbeit und der Geschichte, die man mit diesen Euros erwirbt, gerecht werden kann. Denn, wenn man es so nimmt, hat das Buch natürlich auch einen viel höheren Wert als beispielsweise 5 € oder 10 €. Wo liegt hier der tatsächliche Unterschied? Warum haben wir als Autorinnen das Gefühl, dass wir unterbewertet sind, wenn wir ein Buch für 1 € verkaufen, nicht aber, wenn wir dieses Buch für 3 € verkaufen oder für 7 €? Warum orientieren wir uns so stark an diesen Zahlen? Denn oftmals ist es auch so, dass man in der Gesamtsumme, deutlich mehr Leser erreicht und mehr Einnahmen erzielen kann, wenn man bereit ist, ein Buch günstiger anzubieten.

Warum lassen wir den Wert des Buches, der Geschichte, unserer Arbeit durch diese Geldwerte widerspiegeln?

Und warum lassen wir uns über diesen Wert pro Buch bemessen und nicht über die Gesamtheit? Warum lassen wir uns überhaupt durch den Betrag, den wir mit diesem Buch erzielen, bemessen? Warum lassen wir den Wert des Buches, der Geschichte, unserer Arbeit durch diese Geldwerte widerspiegeln? Ich finde diese Fragen unfassbar spannend und auch unfassbar wichtig, denn letztendlich sind die Gegebenheiten des Marktes so, wie sie sind. Es gibt die Möglichkeit 99 Cent Bücher anzubieten. Und wir können versuchen uns dagegen zu stellen. Aber dann stellen wir uns gegen eine sehr, sehr große Welle.

Und die Frage ist doch, ob das wirklich Sinn macht. Ich stelle mir diese Frage inzwischen seit fast zwei Jahren. Und ich weiß, dass es vielen anderen Autoren auch so geht. Insbesondere denen, die gerade erst am Anfang stehen. Die gerade vor ihrer ersten Veröffentlichung stehen. Denn natürlich hat man Angst davor, dass man sein Buch unter Wert verkauft. Dass es als billig und als Schrott bezeichnet wird, wenn es zu einem günstigen Preis angeboten wird. Die Angst, die „falschen“ Leser anzusprechen, die nur Schnäppchen jagen

Es ist oberflächlich, eine Geschichte über den Preis zu bewerten.

Aber ich für meinen Teil möchte auf solche Oberflächlichkeiten nicht reagieren. Nicht danach handeln. Und es ist oberflächlich, eine Geschichte über den Preis zu bewerten. Oder darüber, ob das Buch es in einen Verlag geschafft hat. Ich denke, einen wirklichen Wert kann man seinem Buch nur selbst geben. Und wenn man ein gutes Gefühl, einen guten Buchwert bzw. Selbstwert für sich und seine Geschichte gefunden hat, dann ist der Preis vollkommen nebensächlich.

Was sagst du dazu? Sprechen dich 99 Cent Bücher eher an oder stoßen sie dich ab?

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