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Laufe Lebe Liebe

Laufe Lebe Liebe ist mein dritter Roman. Er hat mich beim Schreiben so sehr bewegt und ich denke viel an die Worte, die mich die Charaktere haben schreiben lassen. Hier findest du die ersten paar Seiten, den Prolog. Du kannst ihn entweder lesen oder anhören. Schreib mir gern, was du von diesen ersten Zeilen des Buches hältst. Ob sie dir Lust machen, das gesamte Buch zu lesen, und welche Gedanken und Gefühle sie bei dir geweckt haben.

Einblick

Laufe Lebe Liebe

Laufe Lebe Liebe ist mein dritter Roman. Er hat mich beim Schreiben so sehr bewegt und ich denke viel an die Worte, die mich die Charaktere haben schreiben lassen. Hier findest du die ersten paar Seiten, den Prolog. Du kannst ihn entweder lesen oder anhören. Schreib mir gern, was du von diesen ersten Zeilen des Buches hältst. Ob sie dir Lust machen, das gesamte Buch zu lesen, und welche Gedanken und Gefühle sie bei dir geweckt haben.

Laufe Lebe Liebe

Prolog

Der blaue Kunststoff der Laufbahn quietschte leicht, als ich mit meinen nackten Zehenspitzen darüberfuhr. Ich spürte es mehr, als dass ich es hörte. An meinen Armen glänzte die Haut von der Feuchtigkeit, die der Schweiß bei dem Versuch, meinen Körper zu kühlen, auf ihr hinterließ. Die Hitze drang dennoch darunter und mein Kopf schmerzte unter dem hellen Basecap. Ich war einfach schon zu lange hier. Aber diese eine Runde wollte ich noch laufen. Ein letztes Intervall, bevor ich das Training für den heutigen Tag beendete. Ich starrte auf meine blauen Fingernägel und drückte die Kopfhörer tiefer in die Ohren. Thirty Seconds To Mars schrien mich an, ich sollte davonlaufen und ich wartete auf den Moment, in dem mein Herz das Blut wieder mit weniger als sechzig Prozent seiner Kraft durch meinen Körper pumpte, spannte die Muskeln an und rannte los.

Der Boden federte meine Schritte ab, ich baute mehr und mehr Geschwindigkeit auf und die Bewegung, die mich voranbrachte, fühlte sich immer weniger an, als würde ich laufen. Ich flog. Die grüne Fläche des Fußballfeldes raste links an mir vorbei und auf der rechten Seite nahm ich die Konturen der Tribüne nur verzerrt wahr. Ich achtete nicht darauf. Ich setzte einen Fuß vor den anderen, hielt die Schritte kurz genug, um eine hohe Trittfrequenz zu erzielen, und weit genug, um die Länge meiner Beine optimal auszunutzen. Ich berührte den Boden nur für Sekundenbruchteile und trotzdem wusste ich, dass mich meine Fußsohlen für den Rest des Tages mit einem Brennen an jeden Kontakt mit dem rauen Gummi erinnern würden. Es störte mich nicht.

Ich konzentrierte mich auf den Bewegungsablauf und auf meine Atmung. Ich musste die Luft durch den Mund ein- und ausströmen lassen, um meinen Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgen zu können. Und nach der Hälfte der Strecke zog sich das vertraute Brennen durch die Muskulatur in meinen Waden und den Oberschenkeln. Ich stellte mich den nachlassenden Kräften entgegen und beschleunigte meinen Lauf ein wenig mehr. Ein Blick auf die Uhr an meinem Handgelenk verriet mir, dass meine Geschwindigkeit dennoch zu niedrig lag, um damit einen Preis zu gewinnen. Es wunderte mich nicht. Ich trainierte schon eine Weile. Meine Beine waren müde. Die Hitze schwächte mich zusätzlich.

Kurz bevor ich die Distanz beendete, nahm ich eine Bewegung in meinem rechten Blickfeld wahr. Jemand rannte. Rannte auf mich zu. Das Lied endete und ich hörte diesen Jemand rufen. Nein, schreien. Meinen Namen schreien. Das Geräusch wurde durch die Kopfhörer gedämpft, aber die Intensität drang dennoch in jeden Winkel meines Körpers. Ich verlor die Fähigkeit, meine Beine zu kontrollieren, und fiel, als das nächste Lied begann. Aber das Kopfhörer-Kabel wurde aus meinem MP3-Player gerissen und eine tiefe Stille erfüllte die Umgebung. Meine Trainerin legte mir die Hand auf die Schulter.

Feuchtigkeit lag auf ihren Wangen und ich brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass es nicht der Schweiß war, der Tröpfchen auf ihrer Haut gebildet hatte. Ich ignorierte den Schmerz, den die Schürfwunden an meinen Beinen verursachten, zog die Kopfhörer aus den Ohren, richtete mich auf und wartete auf die Worte, mit denen sie ihre Aufregung erklären würde.

Sie schluckte. Ich erkannte es an ihrem Kehlkopf, der sich hob und senkte. Dann atmete sie tief durch und sagte: „Wir müssen ins Krankenhaus fahren. Sofort.”

Ich sprang auf. „Was? Warum? Was ist passiert?”

Sie schüttelte den Kopf, griff meine Hand, rannte los und zog mich hinter sich her über den Platz. Mein Blick fiel auf die Digitalanzeige, die über der Südkurve hing. Dort stand 15:28. Mein Bewusstsein schien Minuten zu brauchen, um die Zahlen in eine für mich verständliche Uhrzeit umzuwandeln. Und als sie zu mir durchdrang und ich erkannte, was ich vergessen hatte, wen ich vergessen hatte, stoppte mein Herz und es drang keine Luft mehr in meine Lungen.

Der blaue Kunststoff der Laufbahn quietschte leicht, als ich mit meinen nackten Zehenspitzen darüberfuhr. Ich spürte es mehr, als dass ich es hörte. An meinen Armen glänzte die Haut von der Feuchtigkeit, die der Schweiß bei dem Versuch, meinen Körper zu kühlen, auf ihr hinterließ. Die Hitze drang dennoch darunter und mein Kopf schmerzte unter dem hellen Basecap. Ich war einfach schon zu lange hier. Aber diese eine Runde wollte ich noch laufen. Ein letztes Intervall, bevor ich das Training für den heutigen Tag beendete. Ich starrte auf meine blauen Fingernägel und drückte die Kopfhörer tiefer in die Ohren. Thirty Seconds To Mars schrien mich an, ich sollte davonlaufen und ich wartete auf den Moment, in dem mein Herz das Blut wieder mit weniger als sechzig Prozent seiner Kraft durch meinen Körper pumpte, spannte die Muskeln an und rannte los.

Der Boden federte meine Schritte ab, ich baute mehr und mehr Geschwindigkeit auf und die Bewegung, die mich voranbrachte, fühlte sich immer weniger an, als würde ich laufen. Ich flog. Die grüne Fläche des Fußballfeldes raste links an mir vorbei und auf der rechten Seite nahm ich die Konturen der Tribüne nur verzerrt wahr. Ich achtete nicht darauf. Ich setzte einen Fuß vor den anderen, hielt die Schritte kurz genug, um eine hohe Trittfrequenz zu erzielen, und weit genug, um die Länge meiner Beine optimal auszunutzen. Ich berührte den Boden nur für Sekundenbruchteile und trotzdem wusste ich, dass mich meine Fußsohlen für den Rest des Tages mit einem Brennen an jeden Kontakt mit dem rauen Gummi erinnern würden. Es störte mich nicht.

Ich konzentrierte mich auf den Bewegungsablauf und auf meine Atmung. Ich musste die Luft durch den Mund ein- und ausströmen lassen, um meinen Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgen zu können. Und nach der Hälfte der Strecke zog sich das vertraute Brennen durch die Muskulatur in meinen Waden und den Oberschenkeln. Ich stellte mich den nachlassenden Kräften entgegen und beschleunigte meinen Lauf ein wenig mehr. Ein Blick auf die Uhr an meinem Handgelenk verriet mir, dass meine Geschwindigkeit dennoch zu niedrig lag, um damit einen Preis zu gewinnen. Es wunderte mich nicht. Ich trainierte schon eine Weile. Meine Beine waren müde. Die Hitze schwächte mich zusätzlich.

Kurz bevor ich die Distanz beendete, nahm ich eine Bewegung in meinem rechten Blickfeld wahr. Jemand rannte. Rannte auf mich zu. Das Lied endete und ich hörte diesen Jemand rufen. Nein, schreien. Meinen Namen schreien. Das Geräusch wurde durch die Kopfhörer gedämpft, aber die Intensität drang dennoch in jeden Winkel meines Körpers. Ich verlor die Fähigkeit, meine Beine zu kontrollieren, und fiel, als das nächste Lied begann. Aber das Kopfhörer-Kabel wurde aus meinem MP3-Player gerissen und eine tiefe Stille erfüllte die Umgebung. Meine Trainerin legte mir die Hand auf die Schulter.

Feuchtigkeit lag auf ihren Wangen und ich brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass es nicht der Schweiß war, der Tröpfchen auf ihrer Haut gebildet hatte. Ich ignorierte den Schmerz, den die Schürfwunden an meinen Beinen verursachten, zog die Kopfhörer aus den Ohren, richtete mich auf und wartete auf die Worte, mit denen sie ihre Aufregung erklären würde.

Sie schluckte. Ich erkannte es an ihrem Kehlkopf, der sich hob und senkte. Dann atmete sie tief durch und sagte: „Wir müssen ins Krankenhaus fahren. Sofort.”

Ich sprang auf. „Was? Warum? Was ist passiert?”

Sie schüttelte den Kopf, griff meine Hand, rannte los und zog mich hinter sich her über den Platz. Mein Blick fiel auf die Digitalanzeige, die über der Südkurve hing. Dort stand 15:28. Mein Bewusstsein schien Minuten zu brauchen, um die Zahlen in eine für mich verständliche Uhrzeit umzuwandeln. Und als sie zu mir durchdrang und ich erkannte, was ich vergessen hatte, wen ich vergessen hatte, stoppte mein Herz und es drang keine Luft mehr in meine Lungen.

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