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BLOG-BEiTRÄGE

[Dieser Beitrag enthält keine bezahlte Werbung, wohl aber Eigenwerbung]

Das war sie also, meine erste Leipziger Buchmesse. Ich bin noch immer vollkommen überwältig von den Eindrücken der letzten Tage, während ich jetzt hier zurück zuhause diese Zeilen schreibe. Und ich hoffe, dass mein Gehirn all die Worte produzieren kann, die diese Erfahrung beschreiben können. Ich bezweifle es, versuche es aber natürlich trotzdem. Denn als Schriftsteller versucht man schließlich, die Dinge mit Worten zu fassen, die eigentlich gar nicht fassbar sind. Irgendjemand hat das einmal viel besser ausgedrückt, aber mir fällt nicht mehr ein, wer es war.

Besonders dankbar bin ich, dass ich diese Messe und alles drum herum mit Johanna Kramer erleben durfte. Einer lieben Freundin und Kollegin, die ich in Leipzig nach Monaten des sehr intensiven und langstündigen Sprachnachrichtenaustauschs endlich, endlich persönlich kennenlernen durfte. Und auch die Zeit mit unserer Messetante Lieeesi, den Autorinnen Sandy Mercier, Nadine Teubner, Ella Lane, Laura Newman und all euch anderen war einfach toll!

Traumstadt Leipzig.

Leipzig ist eine traumhaft schöne Stadt und als Berlinerin, die in Halle geboren wurde, bin ich über mich selbst schockiert, dies nicht längst entdeckt zu haben. Die Altstadt, die Menschen, die Nahtoderfahrungen auf den Taxifahrten, diese vielen Facetten, die mich an Berlin erinnern und die Städte doch so sehr voneinander unterscheiden. Leipzig ist wie ein deutsches Valencia und ich habe jede einzelne Minute dort genossen. Ich bin sehr froh, dass dieser erste Besuch während dieser warmen und sonnigen Frühlingstage stattfand, denn so sind mir Reudnitz, der Augustusplatz und der Lene-Voigt-Park ganz besonders ans Herz gewachsen.

Die Messe Leipzig.

Und die Messe. Die Messe. Diese Messe. Damit meine ich jetzt zuerst einmal das Gebäude. Oder die Gebäude. Als Berliner bin ich einen grauen Betonklotz mit einer orangefarbenen Zufahrt und Unterführung gewohnt, der dasteht, hässlich aussieht und auch im Inneren nichts hergibt, was auch nur entfernt an Leipzig erinnert. Außer vielleicht dem Sommergarten. Auch die inzwischen nicht mehr so neue Neunutzung des Tempelhofer Flughafens kommt an die gläsernen Kunstwerke in Leipzig nicht ran. Wenn am Ende des Tages die Sonne durch die Glaswände strahlt und alles in orangefarbenes Licht taucht … Unfassbar schön!

Die LBM 2019.

Und die Messe. Was soll ich sagen? Es war meine erste Buchmesse. Auch wenn ich letztes Jahr in Berlin gesehen habe, wie Menschen in einem großen Raum Bücher auf Tischen zur Schau gestellt und sich kleine Verlage mit Autoren und Lesern unterhalten haben, hatte ich nach ein paar Stunden LBM das Gefühl, noch nie auf einer Messe gewesen zu sein. Auf überhaupt gar keiner. Es war zu viel. Alles war viel zu viel. Aber weniger wäre furchtbar gewesen. Mir hat dieses Zuviel nur klar gemacht, dass ich mich beim nächsten Mal besser vorbereiten muss. Ich habe viele Stände und Gespräche und vor allem Lesungen verpasst, dafür aber viel Zeit in der Sonne verbracht, mit Menschen gesprochen, die ich nur aus Sprach- und Textnachrichten kannte, und mit Menschen, mit denen ich bisher nur über E-Mail Kontakt hatte.

Das Fachprogramm.

Die Fachvorträge waren zum Teil sehr rudimentär und manchmal auch extrem trocken. Wenn aber in einer solchen Gesprächsrunde die passenden Autoren mit einem gut vorbereiteten Moderator gepaart wurden, war es themenunabhängig spannend, zuzuhören. Wenn man es denn konnte. Denn oft waren die Mikros so leise eingestellt, dass die Lautstärke der Stimme des Sprechers nur um so viel erhöht wurde, als würde man den Fernseher von Volume 14 auf Volume 15 verstellen. Leider hatten die Außengeräusche in der Regel Volume 54 und das Mikrofon am Nachbarstand war korrekt eingestellt. Dann konnte man zwar der Lesung von Martina Gehrke lauschen, verstand aber nicht, was der ohnehin schon heisere Martin Krist über den Aufbau der Autorenmarke erzählte.

Gespräche und Begegnungen.

Besonders spannend fand ich die Gespräche mit meinem Vertriebspartner, der ganz eventuell vielleicht eines meiner Bücher als Hörbuch produzieren lassen will. Aber es ist noch überhaupt nicht spruchreif und es kann sein, dass insbesondere „Wenn du wieder gehst“ schon zu lange auf dem Markt ist. Aber trotzdem. Die Aussicht darauf, dass ich mir selbst anhören kann, wie ein anderer Mensch meine Worte vorliest… Was soll ich sagen. Das ist einfach mega. Natürlich würde ich es am liebsten selbst machen, aber seien wir doch mal ehrlich. Es ist wahnsinnig aufwändig. Ich bräuchte für jeden Absatz zehn Anläufe, um ihn fehlerfrei zu lesen und weitere fünfzehn, damit er genauso klingt wie der vorherige. Und dann braucht es einfach einen erfahrenen und trainierten Sprecher, um Texte dieser Länge so zu lesen, dass der Hörer nicht entweder vor Langeweile einschläft oder frustiert die Stopp-Taste drückt, weil der Sprecher es nicht schafft, den Charakteren immer die gleiche Stimme zu verleihen.

[EDIT] Inzwischen ist dieser Traum wahr geworden oder dabei es zu werden. Marlene Rauch nimmt „Wenn du wieder gehst“ seit dieser Woche als Hörbuch auf

Und dann waren da die vielen anderen Gespräche mit Autoren und Lesern und Bloggern und Menschen vom Selfpublisher-Verband und von BOD und dem Romance Newsboard und so vielen anderen. Wir haben Finn Belling, den Inhaber der Buchhandlung Belling in Lübeck kennengelernt und über Selfpublisher im Buchhandel, unsere Bücher, seine eigene Buchhandlung und Erfahrungen und so viel mehr gesprochen. Wir konnten so viel von ihm lernen und ich bin sehr dankbar, dass wir ihn kennengelernt haben. Und wir haben sehr, sehr viel gelacht. Es war einfach großartig und nun stehen Johannas und meine Bücher in seinem wunderschönen Laden.

Und dann war da das Bookstagram-Treffen. So viele Menschen, die ich aus Hashtags, Kommentaren und privaten Nachrichten auf Instagram kannte, auf einem Haufen. Alle glücklich darüber, die anderen zu treffen. Ich hätte mich so gern mit jedem einzelnen unterhalten, aber das ging natürlich nicht. Aber die, mit denen wir ein paar Worte wechseln konnten, waren so unfassbar nett und interessant und interessiert. Da erfährst du dann auch nebenbei, dass eine deiner Lieblingsmenschen auf Bookstagram in Potsdam wohnt und es flammt der Wunsch auf, die Berliner und Brandenburger Buchmenschen über die Plattform hinaus zu vernetzen.

Zwei der wichtigsten Begegnungen fanden für mich aber tatsächlich unabhängig der Buchwelt statt. Ich habe eine Freundin wiedergetroffen. Anne Sommer war mit ihrem Wimmelbuch über Magdeburg auf der Messe, was ich durch Zufall entdeckt habe. Es war so schön, gemeinsam mit ihr die Sonne zwischen zwei Veranstaltungen zu genießen und über Neues und Altes zu reden. Ich bin sehr dankbar für diesen Moment. Und dann habe ich endlich die Freundin meiner Nichte kennengelernt. Die zwei wohnen in Thüringen und in den letzten vier Monaten haben wir uns immer nur per Telefon unterhalten können. Es war superschön, sie endlich live zu sehen!

Meet & Greet.

Am Samstag hatten Johanna Kramer, Sandy Mercier, Laura Newman und ich unser gemeinsames Meet & Greet. Ich hatte tatsächlich gar keine Vorstellung davon, wie diese eine Stunde ablaufen würde. Wir standen vor der Messebuchhandlung und zunächst kamen vor allem Leser, die Laura oder Sandy treffen wollten. Aber dann fragten immer wieder Leser „Bist du A.D. WiLK?“ oder „Ist eine von euch die Johanna?“. Das war einfach großartig und ich danke jeder einzelnen von euch, die sich die Zeit genommen hat, uns zu treffen. Unsere Goodie-Bags haben wir alle verteilt, die restlichen auf dem Bookstagram-Treffen und Johanna und ich haben schon ausführliche Pläne geschmiedet und Ideen notiert, wie wir die Goodie-Bags in Frankfurt noch praller füllen können.

Nach der LBM ist vor der FBM.

Was hältst du z.B. von einer selbstgenähten Tasche oder einem kleinen Kalender mit Illustrationen und Zitaten? Wir sind schon jetzt super aufgeregt und nachdem wir heute in einem Telefonat die Leipziger Messe reflektiert haben, füllen die Pläne für Frankfurt schon wieder mehrere Seiten. Ich freue mich schon so sehr darauf, denn natürlich haben wir einiges verpasst.

Unsere Bücher standen nicht in der Messebuchhandlung. Wir haben keine Lesung gehalten. Wir hatten kein Namensschild um, damit man uns erkennen konnte, und wir hatten zu wenige Werbematerialien dabei. Aber dafür ist die erste Messe schließlich auch da. Um Erfahrungen zu sammeln. Und das haben wir. Und das Gefühl, das mich am Samstagabend in der Glashalle zu Tränen rührte, werde ich nicht vergessen. Es war eine wunderschöne und einzigartige Erfahrung, die ich immer wieder machen möchte. Leipzig ist grandios. Die Messe auch und die Menschen sowieso.

Warst du auch schon mal auf einer Buchmesse? Auf welcher? Was waren deine Highlights?

Danke, dass du mich liest!

Deine Andrea


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