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BLOG-BEiTRÄGE

Ich habe mich bewusst dazu entschieden, meine Bücher selbst zu veröffentlichen. Ich glaube, dass dies für mich auch deshalb so gut gepasst hat, weil ich schon seit 13 Jahren selbstständig bin. Und trotzdem gibt es Dinge, die mir am Selfpublishing Angst machen. Wie wahrscheinlich jedem.

Und weil ich oft das Gefühl habe, dass wir nur über unsere Erfolge sprechen, dass man von anderen Autoren nur mitbekommt, was gut bei Ihnen läuft, dachte ich mir, dass ich dich an diesen Ängsten teilhaben lasse.

Wobei eigentlich möchte ich das Wort Angst gar nicht benutzen. Ich würde sagen, es sind Dinge, vor denen ich Respekt habe. Und weil ich keine Angst haben will, schreibe ich direkt dazu, wie ich diese Dinge angehe.

Und hier kommen sie:

1. Amazon ändert seinen Algorithmus

Dass Amazon seinen Algorithmus ändert und meine Bücher nicht mehr auffindbar sind, ist ein absolute Horrorvorstellung.

Das passiert ständig. Amazon versucht ständig, seinen Algorithmus zu verfeinern. Das große Ziel dahinter ist es, den Gewinn zu maximieren. Wer dabei auf der Strecke bleiben muss, ist unklar. Manchmal kann eine Algorithmus Änderung deshalb gut sein. Die eigene Sichtbarkeit erhöhen. Aber manchmal kann er sie auch zerstören.

Was kann ich dagegen tun?

Nichts. Aber: Ich versuche, den Algorithmus in gewisser Weise im Blick zu halten, in dem ich Rankings und so weiter beobachte. Ich glaube, der wichtigste Schritt hier ist, sich eine feste Leserschaft aufzubauen, mit der man unabhängig von Amazon kommunizieren kann. Und auf diese Weise neue Leser*innen auch und vor allem vielleicht über die gute alte Mund zu Mund Propaganda zu finden.

2. Miese Konkurrent*innen

Das Mitbewerber*innen durch falsche Rezensionen versuchen, meine Bücher schlechter dastehen zu lassen.

Was kann ich dagegen tun?

Ich glaube, dass man auch hier wenig machen kann. Wenn einem jemand schaden möchte, dann wird er/sie es tun. Und das aus den niedersten Beweggründen..

Natürlich kann ich sagen, dass ich dieser Person bewusst keinen Grund dafür gebe. Ich hoffe, dass ich selbst nett zu anderen bin, beziehungsweise dass sie das so wahrnehmen. Ich greife nicht zu solchen Maßnahmen und unterstütze andere Autor*innen, wann immer es mir möglich ist.

Ich teile ihre Veröffentlichungen auf Instagram, ich kaufe ihre Bücher, wenn sie auf den Markt kommen, ich erwähne sie in meinen eigenen Büchern oder verlinke sie in meinem Newsletter. Ich rezensiere ihre Bücher und drehe Videos darüber, wenn sie außerordentlich gut sind.

Vielleicht hilft das Karma, die schlechten Vibes fernzuhalten. Aber das ist nicht der Grund, aus dem ich es mache. Ich finde, wir sollten uns alle gegenseitig unterstützen. Es gibt so viele Leser*innen und ein Buch zu lesen dauert nur ein paar Tage. Konkurrenz ist hier absolut nicht angebracht. Deswegen: miteinander statt gegeneinander.

3. Gelangweilte Leser*innen

Was ist, wenn meine Leser*innen genug von mir haben?

Was ich dagegen tue?

ich versuche, meine Leser*innen miteinzubeziehen. Was gefällt Ihnen an meinen Büchern, was gefällt ihnen nicht? Bei Fortsetzungen frage ich sie, welche Charaktere sie weiter entwickelt haben möchten. Ich habe viele Testleser*innen, die mit mir gemeinsam an meinen Büchern arbeiten. Der Austausch mit meinen Leser*innen es mir wahnsinnig wichtig. Und ich hoffe, dass sie das merken und ich auf diese Weise weiter Bücher schreiben kann, die Ihnen gefallen.

4. Wichtige Änderungen verpassen

Manchmal fürchte ich, dass ich den Anschluss verliere und die alten Maßnahmen nicht mehr funktionieren.

Das ist tatsächlich ein sehr aktuelles Thema. Immer aktuell, denke ich. Nicht nur Amazon kann Dinge ändern.

Was ich dagegen mache?

Ich versuche, durch Podcasts, Blogs, Online-Kurse und YouTube Videos die Entwicklung des Buchmarktes zu verfolgen. Und ich hoffe, dass ich auf diese Weise insbesondere, was das Thema Marketing angeht, auf dem neuesten Stand bleibe. Dass ich die Entwicklungen mitgehen kann. Aber manchmal bekommt man sie halt einfach nicht mit. Zum Beispiel funktioniert es aus irgendeinem Grund nicht mehr, ein Buch für 99 Cent auf den Markt zu bringen. Warum nicht??

5. Rechtliche Fehler

Der Gedanke, dass ich einen Fehler machen könnte, der zu einer Abmahnung führt, spukt mir ständig im Kopf herum.

Vielleicht findet sich irgendwann mal jemand in meinen Büchern wieder, auch wenn ich nie über reale Person schreibe. Oder ich habe irgendetwas übersehen. Dass ich zum Beispiel über bestimmte Sachen nicht schreiben darf. Oder meine Marketing Maßnahmen verstoßen gegen das Wettbewerbsrecht. Ich versuche auch hier, mich soweit es geht zu informieren. Und irgendwie hoffe ich, dass wenn jemand etwas Widerrechtliches in meinen Inhalten findet, mich zuerst darauf hinweist und bittet es zu ändern, bevor er/sie rechtliche Schritte einleitet.

6. Meine Idee gibt es schon

Was ist, wenn ich eine Idee habe und jemand anderes bereits genau so ein Buch geschrieben hat?

Okay, ich bin mir im Klaren darüber, dass ich das Rad vermutlich nicht mehr neu erfinden werde (vielleicht als Ellipse?). Meinem Gefühl nach wurde jede Geschichte in irgendeiner Form schon einmal geschrieben. Aber es gibt doch Geschichten, die relativ einzigartig sind. Hätte ich noch nie Harry Potter gelesen, und würde von mir aus auf Idee kommen, einen Junge oder ein Mädchen in eine Zauberer-Schule zu stecken, könnte ich dieses Buch nicht schreiben.

Und wenn ich es schreiben würde, weil ich nichts von Harry Potter wüsste, würde mich ein extremer Shitstorm erreichen. Aber man kann nicht alle Geschichten kennen. Und man kann auch nicht sämtliche Bücher darauf prüfen, ob die eigene Geschichte bereits geschrieben wurde.

Was ich dagegen mache?

Ich schreibe Geschichten aus mir selbst heraus. Und hoffe, dass diese Geschichte noch niemand anderem entsprungen ist.

7. Ich habe keine Ideen mehr

Was passiert, wenn mir irgendwann die Ideen ausgehen? Oder wenn meine Ideen mich langweilen?

Okay, ich weiß, ich sage immer, dass ich an jeder Ecke, in meiner eigenen Küche oder an jeder Bushaltestelle Ideen für meine Bücher sammeln kann. Und das stimmt auch. Ich glaube, die Gefahr ist, dass ich irgendwann anfangen könnte, über Geschichten zu schreiben, die zu sehr von außen kommen. Weil ich zum Beispiel glaube, dass dieses eine Thema jetzt wahnsinnig wichtig ist. Und dann kann ich mir vorstellen, dass wir vielleicht nicht die einzelnen Ideen ausgehen, aber das mir Ideen ausgehen, die mich wirklich inspirieren.

Was ich dagegen tue?

Deshalb höre ich bei jeder Idee, die mir in den Kopf kommt, ganz genau in mich hinein. Ich schreibe sie erst dann auf, wenn sich weitere Ideen dazu entwickeln. Wenn sie sich in mir verfestigt und vor allem wenn sie mich begeistert.

Fazit

Ich könnte noch eine ganze Weile weiterschreiben, denn natürlich sind das nicht die einzigen ängstlichen Gedanken, die mich umtreiben. Aber ich will mich von Ihnen auch nicht umtreiben lassen. Ich denke, alles kommt so, wie es kommen soll. Und wenn Amazon seinen Algorithmus ändert, dann wird etwas Gutes für mich und für jeden, der sich darauf ein lässt, dabei herauskommen. Ich werde etwas lernen und ich werde wachsen dürfen.

Trotzdem finde ich es wichtig, dass man sich diese Ängste bewusst macht und nicht verdrängt. Denn ganz sicher sind sie in jedem von uns. Egal, wie erfolgreich wir bereits sind. Die Angst, nicht mehr das tun zu dürfen, was man liebt, kann einen ganz schön umhauen. Die Angst, nicht erfolgreich genug zu sein, um vom Schreiben zu leben. Nicht gut genug zu sein.

Mein größtes Problem in diesem Zusammenhang ist die Geduld. Ich weiß, ich muss den Dingen mehr Zeit geben. Aber das fällt mir unheimlich schwer. Ich möchte am liebsten von heute auf morgen all die Ziele erreichen, die ich mir gesetzt habe. Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, glaube ich, dass das gar nicht so cool wäre. Der Weg ist schön. Und mit den Ängsten umzugehen, sich ihnen zu stellen, hilft mir dabei zu wachsen, mich mehr in diese Welt hinein zu fühlen und dort zurecht zu finden.

Und du?

Schreibst du selbst? Kennst du diese Ängste? Oder bist du völlig entspannt und lässt einfach alles auf dich zukommen?

Schreibt mir gern!

Hab eine wundervolle Zeit!
/ Mach’s gut, deine Andrea

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