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BLOG-BEiTRÄGE

A.D. WiLK schreibt Liebesromane. Ich habe dieses Pseudonym ganz bewusst gewählt. Ich bin dieses Pseudonym, denn meine Initialien sind dieselben und der Nachname wird auch irgendwann einmal hoffentlich meiner sein. 😅🙈 (Wir sind seit neun Jahren verlobt). Für mich ist es deshalb nur eine andere Schreibweise meines eigenen Namens, die sich aber irgendwie mehr nach Autorin anhört. Oder nach Autor. Tatsächlich fand ich es nämlich ziemlich gut, dass man nicht auf den ersten Blick sieht, dass eine Frau meine Bücher schreibt. Inzwischen ist das anders, weshalb auch mein neues Pseudonym eindeutig genderspezifisch ist.

Über drei Romane und drei Kurzgeschichten hinweg hat dieses Pseudonym wunderbar für mich funktioniert. Bis zu dem Tag, an dem ich beschlossen habe, einen Thriller zu schreiben. Wobei, das stimmt nicht. Eher bis zu jenem Tag, an dem mein Wunsch, einen Thriller zu schreiben, konkret wurde.

Denn ab diesem Moment habe ich mir die Frage gestellt:

Macht es Sinn, unter dem gleichen Namen in zwei verschiedenen Genres zu schreiben?

Es hat wirklich lange gedauert, ehe ich mich entscheiden konnte. Einerseits wollte ich auch meinen vorhandenen Lesern diese andere Seite von mir zeigen können. Andererseits war ich ziemlich unsicher, ob sie diese überhaupt sehen geschweige denn lesen wollen. Letztendlich habe ich mich für das zweite Pseudonym entschieden, und zwar obwohl die folgenden Gründe dagegen sprachen.

1. Sichtbarkeit

Mein erstes Pseudonym kennen bereits etwa 100.000 Leser. Vielleicht sogar mehr. Sie würden meine Bücher also möglicherweise wieder erkennen, haben mich vielleicht sogar auf Facebook oder Amazon oder Instagram oder meinen Newsletter abonniert. Ein neues Buch würde sie somit sofort erreichen. Zumindest einen Teil von ihnen. Bei den auf WDWG folgenden Veröffentlichungen konnte ich bereits sehen, wie viel wert eine große Leserschaft ist. Warum sollte ich diesen Vorteil abgeben?

2. Vielfalt

Einige Leser meinten, dass sie gern die Vielfalt von Autoren sehen und auch in verschiedenen Genres lesen, wenn sie den Schreibstil eines Autors mögen. Sie fanden, ich müsste mich nicht in eine Schublade pressen, sondern könnte offen zeigen, wer ich bin, bzw. was ich schreibe.

3. Aufwand

Eine Autorenplattform aufzubauen und zu pflegen ist eine Menge Arbeit. Posts erstellen, planen und veröffentlichen. Newsletter schreiben. Bildmaterial sammeln. Kommentare und Nachrichten beantworten. Internetseite aufbauen und pflegen. All das beansprucht eine Meeeenge Zeit, die mir beim Schreiben und Überarbeiten fehlt. Es ist deutlich leichter, alles unter einem Namen zu managen.

4. Überschneidungen

Nicht jede meiner Autorentätigkeiten lässt sich dem einen oder anderen Genre zuweisen. Wo poste ich z.B. meine Blogbeiträge, die sich mit dem Autorendasein befassen? Schreibe ich sie doppelt? Reposte ich Inhalte, die für beide Lesergruppen interessant sind?

5. Kosten

Eine zweite Website. Andere Visitenkarten. Zeit in Euro. Ein zweites Pseudonym ist auch ein finanzieller Aufwand.

Du siehst. Es sprachen einige Argumente dagegen, ein zweites Pseudonym aufzubauen. Letztendlich habe ich mich trotzdem dafür entschieden. Und zwar aus diesen Gründen:

1. Sichtbarkeit

Ja, genau. Denn ich werde ein offenes Pseudonym nutzen. Das bedeutet, jeder, der meine Bücher liest, wird erfahren, dass ich weitere Bücher schreibe und unter welchem Namen. Auf diese Weise erreiche ich einen Großteil meiner A.D. WiLK Leser. Aber es geschieht noch etwas anderes. Leser, die über das neue Pseudonym auf meine Thriller treffen, erfahren, welche Bücher ich außerdem schreibe. Und so gewinne ich möglicherweise weitere Leser für A.D. WiLK.

2. Vielfalt

(Es macht mir Spaß, meine eigenen Argumente zu entkräften und auseinanderzunehmen. 😅) Es gibt einfach unheimlich viele Leser, die keine Thriller lesen, dafür aber Liebesromane lieben. Und umgekehrt. Und es gibt viele Leser, die ein Buch nur deshalb kaufen, weil es von einem bestimmten Autoren stammt.  Sie lesen nicht den Klappentext und lassen sich auch von einem Cover nicht abschrecken, weil sie dem Autor gegenüber eine bestimmte Erwartungshaltung haben. Auch wenn THRiLLER auf dem Cover steht, erwarten sie, dass sie ein ähnliches Leseerlebnis haben, wie bei einem meiner anderen Romane. Und andererseits wirft das andere Genre eventuell Schatten auf die Liebesromane, die ich da nicht haben möchte. Durch ein offenes Pseudonym kann ich meine Vielfalt zeigen, ohne diese Erwartungen zu enttäuschen. Zumindest minimiere ich diese Gefahr. Hoffentlich.

3. Aufwand Neue Aufgaben

Ich liebe es, Websites zu erstellen, Profile aufzubauen und freue mich darauf, das Wissen, das ich in den letzten Monaten sammeln durfte, nun auf eine neue Autorenplattform anzuwenden. A.D. WiLK wird jedoch meine Hauptplattform bleiben.

4. Überschneidungen

Was wiederum die Überschneidungen steuert. Ich poste allgemeine Inhalte über A.D. WiLK und weise möglicherweise über das neue Pseudonym darauf hin.

5. Kosten

Sie halten sich in Grenzen. Außerdem macht es manchmal Sinn, für etwas Geld auszugeben, das uns einen Schritt weiterbringt.

6. Klarheit

Ich kann die neue Plattform direkt auf das neue Genre ausrichten. Ehrlicherweise fällt mir das mit A.D. WiLK sehr schwer. Vielleicht, weil sich meine Bücher für mich nicht so leicht als Liebesromane abgrenzen lassen. Es steckt so viel mehr darin. Aber für das neue Pseudonym habe ich wahnsinnig viele Gestaltungs- und inhaltliche Ideen. Ich kann gar nicht abwarten, sie alle umzusetzen. Und für meine Leser ergibt dies eine ganz andere und umfassendere Welt meiner Bücher. Alles ist abgegrenzter und hoffentlich über die Lektüre meiner Bücher hinaus spannend.

7. Marketing

Die meisten der obigen Punkte fallen in das Marketing. Und so romantisch die Vorstellung über Autoren oft ist. Wir müssen Werbung machen. Und je klarer sich etwas definieren lässt, desto gezielter kann man es vermarkten. Das klingt unheimlich trocken und unschön und überhaupt nicht nach einem schönen Buch am Kamin im November bei regennasser Kälte vor dem Fenster (warum klingt das extrem nach einem Bild aus meinem Thriller?). Aber damit wir dieses Buch schreiben können, müssen wir uns darüber Gedanken machen, wie wir den Lesern davon erzählen. Und dazu gehören ganz weit vorne Überlegungen zum Thema Marketing.

Letztendlich sind das die wichtigsten Argumente. Ich hätte mich für beide Seiten entscheiden können. Den Ausschlag hat mein Bauchgefühl gegeben. Vielleicht hätte ich mich anders entschieden, wenn die beiden Genre nicht so extrem unterschiedlich wären. Jetzt freue ich mich aber sehr darauf, das neue Pseudonym aufzubauen und damit zu spielen. Und der erste Schritt ist es, dir zu verraten, unter welchem Namen, du meine Thriller finden wirst:

THEA WiLK

Und jetzt bin ich auf deine Meinung gespannt. Wie gefällt dir das Pseudonym? Kannst du meine Argumentation nachvollziehen oder hast du ganz andere Gedanken? Wie würdest du dich entscheiden? Kommentiere diesen Beitrag und lass uns darüber sprechen.

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