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BLOG-BEiTRÄGE

Autor*innen, ich selbst zur Genüge, rufen immer wieder dazu auf, Rezensionen für Bücher zu schreiben. Warum verrate ich dir in diesem Artikel: https://www.adwilk.de/warum-ich-dich-um-eine-rezension-bitte/ .
Aber sie sagen einem nicht, wie eine gute Rezension eigentlich aussieht. Mit gut meine ich natürlich nicht, dass es eine positive Bewertung sein muss. Auch negative Rezensionen können Autor*innen und Leser*innen weiterhelfen.

Bewertungen sind wichtig

Zuallererst: Bewertungen sind wichtig, dabei ist es egal, wie viele Worte diese Bewertung umfasst. Bei Amazon ist es inzwischen möglich, Bewertungen abzugeben, ohne etwas dazu zu schreiben. Diese so genannten One-Click-Bewertungen sind bei Autor*innen beliebt und verhasst.

One-Click-Bewertungen

Einerseits erhalten unsere Bücher durch Oneclick Bewertungen mehr Bewertungen insgesamt. Andererseits scheint es so, dass teilweise Konkurrent*innen diese Bewertungsvariante ausnutzen, um auf diese Weise anderen Autor*innen zu schaden. Amazon wollte durch die One-Klick Bewertungen Fake-Bewertungen verhindern, weil man Bewertungen ohne Rezension nur dann abgeben darf, wenn man etwas gekauft hat.
Für den Autor bzw. die Autorin bringt auch diese Rezension etwas, denn je mehr Bewertungen für ein Buch abgegeben werden, desto deutlicher wird, wie oft es gelesen wurde. Wie oft der Leser oder die Leserin es mochte. Oder eben auch nicht.

Ausformulierte Rezensionen

Eine Rezension aber, die mit Worten vermittelt, wie der Leserin das Buch gefallen hat, ist sowohl für Autor*innen als auch für andere Leser*innen eine wichtige Quelle, um mehr über das Buch zu erfahren. Der Leser hat damit die Möglichkeit zu verstehen, warum ein Buch beliebt ist oder was ihm daran vielleicht nicht gefallen könnte. Und die Autorin kann auf diese Weise Schwachstellen in ihrem Buch erkennen oder sieht, was ihren Leser*innen besonders gut an den Büchern gefällt.

Eine Rezension muss nicht lang sein

Manche Leser*innen glauben, dass sie für eine Rezension den Inhalt eines Buches zusammenfassen müssten, die Charaktere in all ihren Facetten beschreiben oder eine mehrere Seiten lange Abhandlung über das Buch hervorbringen.
Aber so ist es nicht. Oftmals reicht ein einzelner Satz, in dem du als Leser*in beschreibst, was dich an dem Buch gefesselt hat. Oder dass es dich überhaupt gefesselt hat. Dass du es nicht aus der Hand legen konntest oder auch dass du es immer wieder auf der Hand legen wolltest, weil es dir einfach nicht gefallen hat.
Es gibt also keine perfekte Rezension. Das Wichtigste ist, dass du die Wahrheit schreibst, was du beim Lesen des Buches gefühlt hast, die Gedanken, die dabei aufgekommen sind.

Eine Rezension darf lang sein

Wenn du noch etwas mehr schreiben möchtest, dann könntest du auch die folgenden Dinge eingehen:

Für wen ist deine Rezension relevant?

Schreibe etwas darüber, welche Bücher du sonst so liest. Auf diese Weise können andere Leser*innen erkennen, ob deine Rezension für sie relevant ist. Ob die Dinge, die dir aufgefallen sind, für sie wichtig sind.

Erzählen die Charaktere ihre Geschichte überzeugend?

Schreibe, wie oder ob du dich mit den Charakteren identifizieren konntest. Waren sie authentisch? Hattest du das Gefühl, dass sie ihren eigenen Weg gehen? Konntest du dich in sie hinein fühlen?

Wie steht es um die Handlung des Romans?

War die Handlung schlüssig? Ging dir manches zu schnell oder zu langsam? Passt die Handlung zum Genre? War die Handlung vorhersehbar? Wurdest du überrascht?

Welche Gefühle hat die Geschichte in dir geweckt?

Für Autor*innen und ich denke auch für Leser*innen ist es immer schön zu wissen, ob ein Buch berühren kann. Falls es so war, schreibe, auf welche Art dich das Buch berührt hat. Hat es dich vielleicht sogar zum Nachdenken gebracht? Fühlst du noch immer das, was du beim Lesen gefühlt hast?

Wie fandest du den Schreibstil?

War der Schreibstil flüssig? Hat er zum Genre, der Geschichte, der Zielgruppe gepasst? War er anspruchsvoll? Konnte der Autor oder die Autorin Bilder in deinem Kopf entstehen lassen?

Gibt es sonst noch etwas?

Natürlich gibt es viele weitere Details, auf die du eingehen kannst. Je mehr Infos in deiner Rezension stehen, umso ausdrucksstärker ist sie.

Gibt es Nogos oder Tabus beim Rezensionen schreiben?

Beleidigungen

Diese Frage finde ich nicht leicht zu beantworten. Ich denke, es ist selbstverständlich, dass man weder das Buch noch die Autorin oder den Autor beleidigt. Oder irgend jemand anderen. Ich hatte bereits mehrere Rezensionen, in Denen Menschen angegriffen worden, die homosexuell sind.
Einerseits ist es natürlich ein Produkt, das hier bewertet wird. Auf der anderen Seite steht hinter diesem Produkt aber, anders als bei einer Handy Halterung, ein einzelner Mensch. Ein Mensch, der viele Wochen und Monate, teilweise Jahre Arbeit, Liebe und eine ganze Reihe anderer Emotionen in dieses Produkt gesteckt hat. Die Rezension für ein Buch richtet sich somit auch an die Autorin oder den Autor.
Ich habe bereits mehrfach Rezensionen gelesen, die Autor*innen empfohlen haben, mit dem Schreiben aufzuhören. Ich finde, man sollte immer daran denken, dass es viele Autor*innen gibt, die gerade erst anfangen zu schreiben. Die noch viel lernen. Die unsicher sind, wenn sie solche Äußerungen lesen und aufgeben. Es dauert eine Weile, bis das dicke Fell gewachsen ist, das man für Beleidigungen am eigenen Werk braucht.

Nicht zu Ende gelesen?

Ich persönlich bewerte keine Bücher, die ich nicht zu Ende gelesen habe. Ich finde dass es mir nicht zusteht, etwas zu kritisieren, das ich nicht in Gänze kenne. Natürlich kann man argumentieren, dass ein Buch nicht mitreißend genug ist, wenn man es nicht zu Ende lesen kann. Das ist sicher richtig. Deswegen ist es auch kein wirkliches nogo.

Wie viele Sterne soll ich geben?

Was die Sterne Vergabe angeht, muss jeder für sich selbst entscheiden, wann er fünf oder nur einen Stern gibt. Ich glaube zum Beispiel, dass ein Stern für manche bedeutet dass ein Buch kompletter Schrott war, für andere aber heißt, dass sie dem Buch 20 % geben. In der Wahrnehmung der meisten bedeutet eine Ein-Sterne-Bewertung aber Ersteres, denke ich.
Ich hoffe, ich konnte dir zumindest im Ansatz verdeutlichen, wie eine Rezension aussehen kann. Ich persönlich schreibe zu jedem Buch, das ich lese und das mir gefallen hat, eine Rezension. Warum ich keine negativen Rezension schreibe? Weil ich oft das Gefühl habe, dass Menschen vor allem dann Bewertungen schreiben, wenn sie unzufrieden sind. Irgendwie habe ich das Gefühl, das ein bisschen ausgleichen zu müssen.

Fragen für dich

Wie siehst du das? Schreibst du Rezensionen? Liest du Rezensionen? Wie muss eine gute Rezension für dich aufgebaut sein?
Danke, dass du bis hierhin gelesen hast.
Hab einen wunderschönen Tag.
Mach’s gut, deine Andrea

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